Urlaubsorte L: La Laguna bis Lloret de Mar

La Laguna / Teneriffa

Die Stadt La Laguna im Nordwesten Teneriffas liegt ein wenig abseits der ausgetretenen Pfade des Tourismus – und ist doch eine erstrangige Sehenswürdigkeit.

Karte von La Laguna:

Ende des 15. Jahrhunderts eroberten die Spanier die kanarische, von Ureinwohnern (Guanchen) besiedelte Insel Teneriffa. 1496 gründeten sie in einem Hochtal die Stadt San Cristóbal de La Laguna, die später nur noch „La Laguna“ genannt wurde. La Laguna wurde Inselhauptstadt, Universitäts- und Bischofssitz. Aus dieser Zeit, aber auch aus den folgenden Jahrhunderten, stammen zahlreiche Adelshäuser, Paläste und Sakralbauten, die das historische Stadtbild bis heute prägen.

Dank der zahlreichen architektonischen Baudenkmäler gilt La Laguna als Weltkulturerbe der UNESCO. Ein wichtiger, besonders sehenswerter Platz der Stadt, der bei keinem Rundgang fehlen sollte, ist die Plaza del Adelantado. La Laguna ist tagsüber und nachts eine junge, lebendige Stadt, die von vielen Studenten bevölkert ist. Die Bars und Straßencafés sind sehr gut besucht und haben auch dem Urlauber einiges zu bieten.


La Seu d’Urgell

Mitten in den Pyrenäen, nahe Andorra, liegt das Städtchen La Seu d’Urgell. Hier fühlen sich besonders Natur- und Sportfreunde zu Hause.

La Seu d’Urgell:

Die Pinienwälder um den in 700 Meter Höhe gelegenen Ort werden im Sommer durch zahlreiche Wanderwege und im Winter durch gespurte Loipen erschlossen. Auf den Flüssen Riu Segre und Riu Valira können Wildwasserfahrer ihr Können beweisen. Während der Olympischen Sommerspiele 1992, die offiziell in Barcelona ausgetragen wurden, fanden die Kanuwettbewerbe in La Seu d’Urgell statt.

Größte Sehenswürdigkeit der Stadt ist die von einer mittelalterlichen Altstadt umgebene, weitgehend romanische Kathedrale. La Seu d’Urgell ist nicht nur Bischofssitz – der Bischof der Stadt gilt sogar (gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten) als repräsentatives Staatsoberhaupt des Kleinstaates Andorra.

Die Anreise erfolgt am besten mit dem eigenen Auto, zum Beispiel über die spanischen Städte Lleida oder Barcelona – oder über Perpignan in Frankreich.

Las Palmas de Gran Canaria

Mit rund 400.000 Einwohner ist Las Palmas auf Gran Canaria die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Sehenswert ist vor allem das Altstadtviertel Vegueta.

Las Palmas:

Die Kathedrale Santa Ana wurde ab dem Jahre 1497 errichtet und steht ebenso unter Denkmalschutz wie viele historische Gebäude in Las Palmas.

Noch einige Jahre älter ist das Casa de Colón. In diesem Haus, das der Entdecker Christoph Kolumbus 1492 besucht haben soll, ist ein Kolumbus-Museum eingerichtet. Im Süden von Las Palmas liegt das Schifffahrtsmuseum. Es ist ebenfalls in einem prächtigen Gebäude untergebracht: der Festung Castillo de la Luz.

Die Stadt hat auch eine attraktive Strandpromenade (Paseo de las Canteras) und einen langen Sandstrand. Das Klima ist ganzjährig urlaubstauglich. Der wenige Regen fällt fast ausnahmslos von Oktober bis Februar. Im Gegensatz zum Süden Gran Canarias ist es aber relativ häufig bewölkt.

Dank dem internationalen Flughafen ist die Stadt direkt mit vielen deutschen Städten verbunden.

León

Die Stadt León ist eine wichtige Station auf dem Jakobsweg, der Pilgerroute nach Santiago de Compostela. Noch heute kommen viele moderne Pilgerreisende durch León.

León:

León liegt am Südrand des Kantabrischen Gebirges, das die Landschaft Nordspaniens entscheidend prägt. In dieser Region befand sich eine der historischen Wurzeln des heutigen spanischen Staates: das Königreich León, das später mit dem Königreich Kastilien vereinigt wurde. Die Stadt León war vom 10. bis 12. Jahrhundert die Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs. In der Basilika San Isidoro sind die Könige jener Zeit beigesetzt. Diese Grablege, das so genannte Panteón, zählt zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt – und weit darüber hinaus.

Ein weiterer Höhepunkt der an historischen Baudenkmälern äußerst reichen Altstadt ist die Catedral Santa Maria de Regla. Diese im 13. und 14. Jahrhundert errichtete Kathedrale gilt als herausragendes Beispiel frühgotischer Baukunst in Spanien. Besonders beeindruckend sind die über 1800 Quadratmeter großen, bemalten Glasfenster, die dem Innenraum eine außergewöhnliche Stimmung verleihen.

Lloret de Mar / Costa Brava

Der Ferienort Lloret de Mar ist das Partyzentrum der Costa Brava. Hier machen viele junge Leute Urlaub, darunter zahlreiche Deutsche.

Lloret de Mar:

In Lloret de Mar kommt weder tagsüber noch nachts Langeweile auf. Im Ort beziehungsweise am Strand liegen über 100 Bars und Diskos. Die Hotels sind meist auf einen preisgünstigen Spanien-Pauschalurlaub ausgerichtet.

Fünf Strände mit insgesamt 7 Kilometern Länge befinden sich im Einzugsgebiet von Lloret de Mar: Lloret, Canyelles, Fenals, Boadella und Santa Cristina. Der Sand ist teilweise grobkörnig, aber gut zum Baden geeignet. Das Klima ist – wie überall an der Costa Brava – angenehm warm. Im Sommer steigen die Werte häufig bis 30 Grad, aber relativ selten darüber.

Anreise: In der Nähe des Ortes liegt der internationale, auch von Deutschland angeflogene Flughafen Girona. Die Flughäfen Barcelona und Reus befinden sich ebenfalls in erreichbarer Entfernung.