Landschaft und Gebirge in Spanien

Hochländer und Gebirge bestimmen das spanische Festland. Kaum eine Stelle im Binnenland liegt unterhalb 600 Meter Seehöhe. „Meseta“ heißen die riesigen, weitgehend ebenen Hochflächen, die im Sommer heiß und ausgedörrt sind. Das Kastilische Scheidegebirge trennt die Meseta in zwei Teile. Südlich des Scheidegebirges liegen unter anderem die Städte Madrid und Toledo – nördlich erstrecken sich die Landschaften Altkastilien und Léon.

Drei große Randgebirge umrahmen Spanien:

  • Das Kantabrische Gebirge liegt in Nordspanien am Golf von Biscaya. Die dortigen Picos de Europa sind bis zu 2648 Meter hoch.
  • Die Betische Kordillere befindet sich ganz im Süden, in der Region Andalusien. Die Bergregion der Sierra Nevada ist 3478 Meter hoch und ist Europas südlichstes Wintersportgebiet.
  • Die Pyrenäen im Nordosten bilden das Grenzgebirge zu Frankreich. Mehr als 200 Gipfel erreichen über 3000 Meter, der höchste ist der Pico de Aneto (3404 Meter).

Südlich der Pyrenäen erstreckt sich das Ebro-Becken. Diese tief liegende Beckenlandschaft wird von dem 910 Kilometer langen Ebro durchflossen. Der längste Fluss Spaniens mündet in einem fruchtbaren Delta ins Mittelmeer. Die zweite große Beckenlandschaft umgibt den Fluss Guadalquivir. Der Guadalquivir mündet südlich von Sevilla in den Atlantik und bildet hier ein geschütztes Feuchtgebiet.

Der höchste Berg Spaniens liegt nicht auf dem Festland, sondern auf den Kanarischen Inseln: Der Pico del Teide auf Teneriffa ist 3718 Meter hoch.